Malerei zwischen Naturphänomenen und Zufall
Helena Münchs künstlerischer Fokus liegt auf Naturphänomenen im Mikro- und Makrokosmos, die sie in großformatigen, experimentellen Malereien auf eindrucksvolle Weise ästhetisch reflektiert.
Inspiration findet sie in der Natur in all ihren Facetten – Pflanzen, Steinen, anatomischen Strukturen und astrologischen Motiven –, die sie als fraktale Elemente des Universums versteht und in vielschichtigen Kompositionen aufgreift.
Charakteristisch für ihre Werke sind intensive Schichtungen aus Acrylfarben, Tuschen, Beizen und losen Pigmenten. Dabei spielt der Zufall eine zentrale Rolle: Farbeffekte entstehen oft unvorhersehbar und erzeugen lebendige, ausdrucksstarke Kompositionen. Die Künstlerin lädt das Unvorhersehbare bewusst in ihren Arbeitsprozess ein und versteht den Zufall als integralen Bestandteil einer natürlichen Ordnung. So entstehen organische Muster und farbliche Explosionen, die an die Dynamik von Naturprozessen erinnern.
Ihre Maltechnik erlaubt es den Farben und Pigmenten, selbstbestimmt Strukturen zu bilden, wodurch sich Natur und Zufall in ihren Arbeiten zu intensiven, dynamischen Farbkompositionen verbinden. Diese Bildwelten ziehen den Betrachter unmittelbar in ihren Bann und eröffnen einen eigenen Kosmos voller Energie und Ausdruckskraft.
Als vielseitige Künstlerin vereint Helena Münch experimentelles Vorgehen mit einer tiefen Faszination für die Natur – und erschafft damit eine unverwechselbare, zeitgenössische Bildsprache, in der die Ordnung der Natur und die Kraft des Zufalls als Einheit verschmelzen.
C. G.